Bildungsgutschein
Bildungsurlaub
Zertifizierung AZWV
Umschulung
Bildungsträger
Europäischer Sozialfond
 


 

 

AZWV - Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung

Welchen Zweck hat die AZWV?

Die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) hat den Zweck die Weiterbildungsträger in Deutschland zu mehr Qualität, Ihrer durchführenden Bildungsmaßnahmen, zu bringen.

Welche Voraussetzungen muss ein Bildungsträger erfüllen?

Grundsätzlich können alle Bildungsträger ob Verein, öffentlich rechtlicher Bildungsträger oder privatwirtschaftlicher Bildungsträger das Zertifizierungsverfahren nach der AZWV durchlaufen. Wichtig dabei ist, dass der Bildungsträger bereits eine andersweitige Zertifizierung besitzt, z. B. ISO.

Dabei gibt es eine vorgeschriebene Vorgehensweise:

Schritt 1: Auswahl eines Zertifizierungsinstuts und Anfrage an diese. Die Zertifizierungsstelle wird als sogenannte fachkundige Stelle bezeichnet.

Schritt 2: Der Bildungsträger erhält einen Fragebogen zugesandt und erhält gleichzeitig ein Angebot und die Zertifizierungsunterlagen.

Schritt 3: In diesem Schritt gibt es Vorgespräche und es erfolgt evtl. ein Vertragsabschluss zur Zertifizierung

Schritt 4: Der Bildungsträger reicht ein Qualitätsmanagement Handbuch und die Antragsunterlagen zur Zertifizierung an den Zertifizierer weiter.

Schritt 5: Die Dokumente werden geprüft

Schritt 6: Begutachtung beim Bildungsträger durch den Auditor wird mit dem Bildungsträger abgestimmt. Termine werden vereinbart für ein Audit beim Träger.

Schritt 7: Das Audit beim Bildungsträger wird durchgeführt

Schritt 8: Der leitende Prüfer erstellt einen Abschlussbericht über den Bildungsträger.

Schritt 9: Der sogenannte Bewertungsausschuss überprüft nochmals die Begutachtung

Schritt 10: Zertifikat über die Zulassung nach AZWV wird durch den Zertifizierer erstellt und ausgehändigt

Schritt 11: Die Bundesagentur wird über die Zertifizierung benachrichtigt

Dieses Zertifikat ist für 3 Jahre gültig und wird jährlich einmal durch Audits überprüft. Nach 3 Jahren erfolgt eine Wiederzulassung und ein neues Zertifikat zur AZWV wird ausgestellt. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die Bildungsmaßnahmen extra geprüft und zugelassen werden müssen.

Was sind die Vorteile und Nachteile für die Bildungsträger?

Vorteile

  • Die Bildungsmaßnahmen werden qualitativ besser, da die geplanten Maßnahmeinhalte konsequent eingehalten werden müssen.
  • Der Träger erhält ein Qualitätsmanagementsystem, das die Planung, Durchführung und Kontrolle im Unternehmen verbessert

Nachteile

  • Es entstehen höhere Kosten durch das Zertifizierungsverfahren, welche erstmal durch die Maßnahmen wieder eingenommen werden müssen
  • Kleine Träger können sich eine Zertifizierung evtl. nicht leisten, obwohl sie sehr gute Qualität liefern oder sich in einem Nischenmarkt befinden.

Was sind die Vorteile und Nachteile für die Teilnehmer an zertifizierten Maßnahmen?

Vorteile

  • Die Teilnehmer wissen genauer welche Inhalte sie erlernen werden
  • Durch den modularen Aufbau der Bildungsmaßnahmen, können einzelne Module gewählt werden und es muss nicht die ganze Maßnahme besucht werden.

Wo bekomme ich weitere Informationen zur AZWV?


Oder nutzen Sie das Weiterbildungsverzeichnis, wenn Sie nach Bildungsträgern vor Ort suchen