Assessment Center - die Vorbereitung und Tipps für ein erfolgreichen Test. Informationen zu Fallstudie, Rollenspiel, Selbstpräsentation, Aufsatz, Planspiel, Kurzpräsentationen, Interview und Postkorb
 
 
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Potentiale fördern - Stärken herausstellen - Persönlichkeitsentwicklung

Assessment Center

 

   

Assessment Center Vorbereitung

Das Assessment Center ist eine Methode zur Personalauswahl, meist für Führungskräfte und Hochschulabsolventen. Ein Assessment Center findet entweder direkt bei einem Unternehmen statt oder in einer neutralen Umgebung, zum Beispiel in Hotels. Die Dauer beträgt zwischen 1 - 2 Tage und beginnt meist schon mit dem ersten Abendessen, bei dem die Personaler eventuell auf Ihre Essgewohnheiten und Umgangsformen achten. Die Einzelaufgaben und Gruppenübungen hängen von der Zielsetzung des Unternehmens oder der Personalberatung ab, aber generell erwartet den Teilnehmer eine Selbstpräsentation, branchenspezifische Fallstudien, Planspiele, Rollenspiele, Einzelinterview, Einstellungstests für den kognitiven Bereich (Konzentrationstest, logische Tests, etc.) und für das Fachwissen, Präsentationen sowie die allseits bekannte Postkorbübung zum Umgang mit Entscheidungen und Prioritäten.

Ein weiteres Ziel ist es festzustellen welche sozialen und persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten Sie mitbringen, so wollen die Tester herausbekommen, ob Sie teamfähig, kooperativ, kommunikativ, konfliktfähig oder kritikfähig sind. Weiterhin werden getestet die methodischen Kompetenzen, wie Lernbereitschaft, Transferdenken, ganzheitliches Denken, Kreativität, wie Sie Probleme lösen, die Organisation Iher Arbeit und Vorgehensweisen, ob Sie zielorientiert sind sowie Ihr Zeitmanagement. Speziell Ihre persönliche Kompetenzen (Stärken und Schwächen) werden untersucht und festgehalten, dazu zählen Eigeninitiative, Flexibilität, Leistungsbereitschaft, Stressresistenz sowie unternehmerisches Denken für Führungskräfte oder angehende Manager.

Die Assessment Center Methoden und Übungen

Die unterschiedlichen Methoden / Übungen für das Assessment Center. Beispiele zu Fallstudien, Rollenspielen, Postkorbübungen und weitere Übungen finden Sie unter Assessment Center Übungen. Für Eignungstest und Einstellungstest Linksammlung gibt es unter Eignungstest.

Kurzpräsentationen

Die Kurzpräsentationen dienen in erster Linie dazu die Arbeitsergebnisse der jeweiligen Übungen zu präsentieren. Die Dauer des Vortrags ist meist begrenzt und beträgt 5 - 10 Minuten, wobei auch darauf zu achten ist, dass die Zeitvorgaben nicht überschritten werden. Gleichzeitig wird Ihre Präsentationsfähigkeit und Argumentationfähigkeit sowie Ihre Persönlichkeit getestet.

Einstellungstests und Eignungstest

Die Einstellungstests bzw. Eignungstests testen Ihre Konzentration und Gedächtnisleistung, aber auch Ihre fachliche Kompetenz und Allgemeinwissen. Je nach Position können auch Fremdsprachentest vorkommen. Mehr zu Tests für die Eignung erhalten Sie unter Eignungstest.

Einzelinterview

Das Einzelinterview ist eigentlich ein Bewerbungsgespräch, das meistens während des Assessment Centers stattfindet und für alle Teilnehmer die gleichen Fragestellungen bietet. Durch die durchstrukturierte Vorgehensweise ist es gut möglich die Teilnehmer direkt zu vergleichen.

Gruppendiskussion

Bei der Gruppendiskussion werden die sozialen Kompetenzen getestet und beobachtet. Das Thema wird meist von den Testern vorgegeben und die Verhaltensweisen der einzelnen Teilnehmer untereinander beobachtet und ausgewertet. Die Zeit beträgt ca. 30 Minuten. Die jeweilgen Themen können politischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Natur sein. Insbesondere auf aktuelle Themen sollten sich die Bewerber einstellen.

Rollenspiele

Das Rollenspiel bietet dem Bewerber seine Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kompromissbereitschaft, Kooperationsfähigkeit, sein Einfühlungsvermögen, Überzeugungskraft oder Führungsverhalten unter Beweis zu stellen.

Die Rolle ist meist klar vorgegeben und der Bewerber erhält die Anweisungen seinen Rollenpartner von einer Sache zu überzeugen oder Ihn für sich und seine Vorhaben zu gewinnen. Die Situation des Spiels ist eine typische Situation aus dem Berufsleben. So können zum Beispiel ein Verkaufsgespräch, eine Personalentscheidung oder Führungsgespräche Bestandteile des Rollenspiels sein.

Das Rollenspiel beginnt meist mit einer Vorbereitungszeit, um sich Gedanken über die Situation und Argumentationsweise zu machen. Genauso sieht es mit dem eigentlichen Gespräch aus, auch hier gibt es eine Zeitvorgabe in Minuten. Eine Zeit von mehr als 30 Minuten wird meist nicht überschritten. Der Rollenpartner ist ein Personaler des Beobachtungsteams und somit entfällt die Gefahr, dass sich Bewerber untereinander absprechen.

Planspiele

Beim Planspiel geht es mehr in Details, hier werden Sie eher mit Zahlen, Diagrammen und Analysen zu tun haben. Typische Planspiele sind zum Beispiel Unternehmensplanspiele, Börsenplanspiele, steuerliche Planspiele, politische Planspiele oder technische Planspiele. Wichtig ist dabei Ihre konkrete Vorgehensweise und zwar auf Basis von Methodenkompetenzen (Mathematik, Problemanalyse oder andere naturwissenschaftliche Kenntnisse), also weniger strategische Planung sondern eher die operative Planung und Durchführung stehen im Vordergrund. Manche Planspiele werden auch mit Konkurrenzsituationen gespielt. So arbeiten Gruppen oftmals zusammen oder gegeneinander. Dann sieht ein Beobachter im Assessment Center auch persönliche Eigenschaften eines Bewerbers.

Fallstudien - Komplexitätsübung

Die Fallstudie soll den Bewerber dahingehend prüfen, wie er mit komplexen Situationen umgeht. Dies kann in Gruppen- oder Einzelarbeit geschehen. Meist geht es in der Fallstudie mehr um strategische Elemente und Argumentationen, siehe dazu den Vergleich zum Planspiel. Typische Beispiele für Fallstudien sind gegebene Sachverhalte zu einzelnen Abteilungen eines Unternehmens, so kann es sich um Strategien zur / zum Personalbeschaffung, Marketing, Umsatzsteigerung, Rentabilität oder vielleicht logistischen Prozessen handeln. Das Zeitmaß hängt von der Komplexität der Fallstudie ab.

Selbstpräsentation und die persönlichen Kompetenzen

Die Selbstpräsentation dient oftmals dem Kennenlernen von Personalern und Bewerbern. Die Selbstpräsentaton liegt meist am Anfang des Assessment und gibt den Personalern einen ersten Eindruck über die Motivation des Bewerbers. Gleichzeitig kann überprüft werden, wie gut sich der Bewerber auf die Situation einstellt und wie der Bewerber sich selbst sieht. Weitere Kriterien können sein Selbstsicherheit bezüglich des Auftretens, Kompetenzen der Argumentation und Kommunikation sowie die Belastbarkeit mit stressigen Situationen vor einer Gruppe

Bei der Selbstpräsentation können auch andere Themen als die eigene Person im Vordergrund stehen. Auch hier gilt, wie bei der Kurzpräsentation die Vorgabezeiten einzuhalten und sich in Bezug zur Stelle zu repräsentieren.

Postkorbübung - Prioritäten setzen und Entscheidungen finden

Die Postkorbübung ist sicherlich eine der bekanntesten Übungen und soll den Bewerber dazu bringen seine Auffassungsgabe
Entscheidungsfähigkeit, Planung und Organisation (Prioritäten setzen), analytisches Denkvermögen, Belastbarkeit und Stressresistenz zu zeigen.

Die Aufgabenstellung ist meist eine fiktive Aufgabe mit zeitlichen Vorgaben und unterschiedlichen Aufgabenstellungen in Form von Teilaufgaben, welche unter Zeitdruck entschieden werden müssen. Der Bewerber muss in der Lage sein Aufgaben zu delegieren, um die Übung überhaupt abschließen zu können. Nach der praktischen Durchführung muss der Bewerber seine Vorgehensweise begründen.

Aufsatz

Der Aufsatz ist eine Testform, aus dem folgendes herausgelesen werden kann: Handschrift und handschriftliches Gutachten (grafologisches Gutachten, um Rückschlüsse auf die persönlichen Eigenschaften einer Person zu ziehen), die schriftliche Kommunikation (Satzbildung, Wortwahl, Rechtschreibung etc.), Aussagekraft zum Inhalt und analytisches Denken und Handeln.

Der Aufsatz kann ein beliebiges Thema tragen oder ähnlich der Selbstpräsentation die Motivation für die zu besetzende Stelle hinterfragen. Nach dem Motto: Warum denken Sie gerade die richtige Person für die offene Position zu sein?

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Weitere Weblinks

 

 

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